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Influenza-Pandemie

Als Influenza bezeichnet man eine „echte" Grippe oder auch Virusgrippe genannt, die durch Viren aus den Gattungen Influenzavirus A oder B ausgelöst wird. Es handelt sich um eine übertragbare Krankheit bei Menschen, anderen Säugetieren sowie Vögeln. Im Volksmund wird die Bezeichnung "Grippe" häufig irrtümlich für "grippale Infekte" verwendet, bei denen es sich aber um verschiedene, in der Regel deutlich harmloser verlaufende Viruserkrankungen handelt.
Im Gegensatz zu einer Epidemie, die sich örtlich begrenzt darstellt, handelt es sich bei einer Pandemie um die weltweite Verbreitung einer Infektionskrankheit über Länder- oder Kontinentalgrenzen hinaus.
Bei einer Influenzapandemie können hinsichtlich der Erkankungs- und Sterberate und deren Auswirkungen in der Bevölkerung Situationen drohen, die mit Großschadensereignissen oder Katastrophensituationen vergleichbar sind. Die seit August 2010 überstandene "Schweinegrippe"-Pandemie hat gezeigt, dass in so einem Fall innerhalb weniger Wochen auf die medizinischen Versorgungssysteme, insbesondere die Krankenhäuser und Arztpraxen eine erhebliche Nachfrage zukommt, die es notwendig machte, die Versorgung der Bevölkerung vorzubereiten.
Auf Basis der Vorgaben des nationalen Influenzaplanes des Robert-Koch-Institutes hat der Kreis Wesel auf seinen eigens erstellten Pandemieplan zurückgegriffen, der die Grundlage für die Bewältigung im Ernstfall darstellte. Er enthält Maßnahmen, Möglichkeiten und Planungen auf Kreisebene, um bei einer Pandemie die medizinische Versorgung der Bevölkerung und die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens sicherzustellen. Dieser Plan wurde ständig aktualisiert und wird aufgrund der neu gewonnen Erkenntnisse weiter angepasst.
Neben dem optimalen Zusammenspiel der medizinischen Versorgungssysteme ist die Information der Bevölkerung ein wichtiger Baustein in der Gefahrenabwehr. Denn nur wenn jeder gut informiert ist, kann in einem weiteren Ernstfall das Ausmaß der Pandemie durch ihr Handeln angemessen beeinflusst werden.
