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Gesunder Niederrhein... gegen den Schlaganfall
Im Jahr 2001 entstand das "Netzwerk Gesunder Niederrhein". Dies ist ein Verbund der Geschäftsführer der Gesundheitskonferenzen in den Städten Düsseldorf, Krefeld und Mönchengladbach sowie den Kreisen Neuss, Viersen und Wesel. Ziel ist es, durch eine engere, projektbezogene Kooperation Ressourcen zu bündeln und Synergieeffekte zu erzielen. Das Netzwerk strebt dabei an, gemeinsam interessierende Fragestellungen zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung zu bearbeiten. Darüber hinaus tauschen sich die Netzwerkmitglieder über aktuelle gesundheitspolitische Entwicklungen aus, stellen einander übertragbare Daten zur Verfügung (z. B. Ergebnisse von Bevölkerungsbefragungen) und leisten einen sinnvollen Know how - Transfer.
Die überregionale Initiative zielt darauf ab:
- die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren, dass es sich beim Schlaganfall - wie beim Herzinfarkt - um einen akuten Notfall handelt, der ein sehr schnelles Handeln erfordert.
- den Kenntnisstand der Bevölkerung über die wichtigsten Symptome des Schlaganfalls zu verbessern.
- die Prähospitalphase beim Schlaganfall zu senken (Prähospitalzeit = Zeitspanne vom Auftreten erster Symptome bis zum Eintreffen des Betroffenen in einer Klinik).
Denn: Je früher ein Schlaganfall behandelt werden kann, desto besser stehen die Chancen, bleibende Behinderungen zu vermeiden und die Sterblichkeit zu senken.
Am 7. Mai 2003 startete daher das "Netzwerk Gesunder Niederrhein" die überregionale Informationskampagne "Gesunder Niederrhein ... gegen den Schlaganfall" mit einer zentralen Auftaktveranstaltung in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Schirmherrin der Kampagne ist Frau Dr. Brigitte Mohn, Vorsitzende des Vorstands der "Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe" in Gütersloh.
Die Kampagne konzentrierte ihre Aktionen in der ersten Handlungsebene auf Faltblätter und Plakate sowie Großplakate und Citylights. Die zweite Handlungsebene stellte die beteiligten Kommunen dar, welche vor Ort verschiedene Aktionen durchführten, wie beispielsweise Presseaktionen, Expertentelefon und Risikoprofil-Bestimmungen in Apotheken. Die Aktionen wurden auch in den vergangen Jahren erfolgreich weitergeführt.
Die Geschäftsstellen der Kommunalen Gesundheitskonferenzen verfügen über ein Netz von Kooperationspartnern im Gesundheitswesen. Über dieses Netz können Informationsmaterialien flächendeckend verteilt werden.
Evaluation (Bewertung)
Am Niederrhein wurden zwischen 2000 und 2008 verschiedene repräsentative Telefonbefragungen der Bevölkerung durchgeführt. Das Handlungswissen „Bei Schlaganfall Notruf 112 wählen" verbesserte sich in Düsseldorf signifikant von 32,5 Prozent (Befragung im Jahr 2000) auf 50,6 Prozent richtige Nennungen (2004), und im Kreis Wesel antworteten im Frühjahr 2008 bereits 69 Prozent der Befragten korrekt.
Auch bei der Bekanntheit der Symptome gab es Veränderungen, wie ein Vergleich der Befragungsergebnisse im Kreis Wesel aus den Jahren 2002 und 2008 zeigt: der Anteil der Befragten, die kein richtiges Symptom nennen konnten, lag 2008 mit 27 Prozent statistisch signifikant niedriger als im Jahr 2002 (32 Prozent). Demgegenüber konnten in 2008 mit 26 Prozent mehr Personen drei oder mehr richtige Krankheitszeichen nennen, als im Jahr 2002 (19 Prozent).
Ausblick
Ein dauerhafter und spürbarer Erfolg wird nur dann zu erwarten sein, wenn sich möglichst viele Akteure an den gemeinsamen Zielen der Initiative orientieren und kontinuierlich darauf hinarbeiten. Das wichtigste Ziel besteht darin, Schlaganfall-Erkrankte so schnell wie möglich über den Rettungsdienst in ein Krankenhaus zu transportieren, um eine moderne Diagnostik und Therapie durchführen zu können. Um dieses vorrangige Ziel erreichen zu können, sind Sie gefragt: Nur wenn Sie die Symptome eines Schlaganfall erkennen, sind Sie in der Lage, das Richtige zu tun.



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