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07/04/2012: Brüner Hermann-Landwehr-Grundschule gewinnt Finale des 4. Plattdeutschen Lesewettbewerbs im Kreishaus
Brüner Hermann-Landwehr-Grundschule gewinnt Finale des 4. Plattdeutschen Lesewettbewerbs im Kreishaus
Am Mittwoch, 04. Juli 2012, fand von 11 Uhr in den Sitzungssälen des Weseler Kreishauses das Finale des 4. Plattdeutschen Lesewettbewerbs an Grundschulen im Kreis Wesel statt.
In diesem Jahr hatten sich insgesamt fünf Schulen zum Wettbewerb angemeldet (GGS Schermbeck, Hermann-Landwehr-Schule Brünen, Otto-Pankok-Schule Drevenack, Grundschule St. Peter Rheinberg, GGS Loikum-Wertherbruch). Im Vorfeld des Finales hatte jede der Teilnehmerschulen bereits den internen Schulsieger ermittelt. Ein buntes Programm, das von den Mitschülern der Finalisten gestaltet wurde, bildete den passenden Rahmen für die Vorträge der fünf Schulsieger. So präsentierten die Schüler der Otto-Pankok-Schule das Spielstück „Kirschkuchen“, die GGS Loikum-Wertherbruch den Sketch „Ferien auf dem Bauernhof“, die GGS Schermbeck die Sketche „Beim Zahnarzt“ und „Woto es Papa egentlich dor?“ und die Hermann-Landwehr-Grundschule das kurze Theaterstück „Inne School“ – alles natürlich auf Plattdeutsch.
Schulrätin Gisela Lücke-Deckert moderierte das Finale gekonnt und mit viel Humor. Vor allem, als die Beratung der Jury etwas länger dauerte als geplant, zeigte sie ihr Talent zur Improvisation. Ihrer Aufforderung folgend sangen die anwesenden Schülerinnen und Schüler plattdeutsche Lieder und führten kleine Sketche auf. „Dass ihr alle spontan auf die Bühne kommt und unvorbereitet etwas vorführt, finde ich wirklich mutig und toll,“ lobte sie den Einsatz der begeisterten Schüler.
Den dritten Platz des Lesewettbewerbs teilten sich Laura Renkens (Grundschule St. Peter Rheinberg) und Daria Schmitt (GGS Loikum-Wertherbruch) und erhielten neben Sachpreisen jeweils 70 Euro für ihre Klassenkassen.
Den zweiten Platz belegten gemeinsam Lena Terhart (GGS Schermbeck) und Celine Winterboer (Otto-Pankok-Schule Drevenack). Ihre Klassenkassen wurden jeweils mit einem Preisgeld in Höhe von 100 Euro ausgestattet. Am Ende setzte sich Christina Eimers erfolgreich gegen ihre vier Mitfinalistinnen durch und konnte Sachpreise sowie 150 Euro für die Klassenkasse mit in die Hermann-Landwehr-Grundschule nach Brünen nehmen. Mit dem fehlerfreien Vortrag von Christel Tinnefelds „Ohne Händi“ in Brüner Platt überzeugte sie die drei Jurymitglieder Karl-Wilhelm Schweden (Schulleiter der GGS Büderich), Heinrich-Reginald Anschütz (Weseler Platt-Autor) und Elke Schulte (Vorsitzende der Landfrauen Wesel-Obrighoven-Lackhausen).
Landrat Dr. Ansgar Müller, der den kreisweiten Lesewettbewerb als Beitrag zum Erhalt der plattdeutschen Sprache am Niederrhein 2009 ins Leben gerufen hatte, dankte den ehrenamtlichen Plattsprechern, den engagierten Lehrerinnen und Lehrern und natürlich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. „Eure Großeltern haben diese Mundart noch täglich gesprochen. Und zwar überall - beim Einkaufen im Geschäft, beim Arzt und zum Teil noch in der Schule. Damals war es mal etwas Besonderes, wenn mal hochdeutsch benutzt wurde. Ganz anders als heute also. Man hört Platt nur noch selten, weil sich das Hochdeutsche durchgesetzt hat. Ich möchte Euch daher ganz herzlich für euren Einsatz danken und ermutigen, euch mit dieser so schönen Redeweise weiter zu beschäftigen.“


